Referenzprojekte

Baugrube mit abgehender Interimsleitung DN 800 an der Rohrbruecke ueber den Fluss Mulde

Interimsleitung zwischen Wasserwerk Canitz und Rohrbrücke

Zwischen dem Fluss Mulde und dem Wasserwerk Canitz verläuft ein Hochwasserschutzdeich, der durch die Landestalsperrenverwaltung mit Spundwänden gegen zukünftige Hochwässer gesichert wird. Dies nahmen die Kommunalen Wasserwerke Leipzig zum Anlass, um zwei parallel verlaufende Fernleitungen DN 1000 aus Grauguss (GG), die die Stadt Leipzig mit Frischwasser aus den Wasserwerken Canitz und Thallwitz versorgen, mittels Einzug von duktilen Gussrohren DN 800 mit längskraftschlüssigen BLS®-Muffen-Verbindungen zu sanieren.

Die beiden Wasserwerke Canitz (Inbetriebnahme 1912) und Thallwitz (Inbetriebnahme 1943) speisen ihr Wasser in die beiden Stränge der 23 km langen Transportdoppelleitung in Richtung Leipzig ein. Der zu sanierende Abschnitt der Transportdoppelleitung befindet sich zwischen dem Leitungsknoten Thallwitz/Canitz in unmittelbarer Nähe des Wasserwerks Canitz und einer Rohrbrücke über den Fluss Mulde. Die Leitungen unterqueren dabei den Hochwasserschutzdeich.

Im ersten Schritt wurde eine Interimsleitung DN 800 mit BLS®–Muffen-Verbindungen zwischen dem Knoten Thallwitz/Canitz und der Rohrbrücke aufgebaut und in Betrieb genommen.

Nach der Inbetriebnahme der Interimsleitung wurde eine der beiden zu sanierenden Leitungen DN 1000 außer Betrieb genommen und die Rohre DN 800 eingezogen. Danach wurde die eingezogene Leitung in Betrieb genommen und die Interimsleitung zurückgebaut. Die Rohre und Formstücke der Interimsleitung wurden dann erneut genutzt, um die zweite Leitung DN 1000 zu sanieren.

Bei der erneuten Montage dieser Rohrleitung wurden die gebrauchten TYTON®-Dichtringe DN 800 gegen neue Dichtringe desselben Typs ausgetauscht. Die Interimsleitung hatte eine Länge von 208 m. Die Einzugsstrecke der Thallwitzer Leitung betrug 178 m bei einer Gesamtlänge von 199 m und die Länge der in die Canitzer Leitung eingezogenen Rohre betrug 185 m bei einer Gesamtlänge von 203 m.

 

Verlauf der Interimsleitung DN 800 ueber den Deich zwischen Rohrbruecke ueber den Fluss Mulde und dem Wasserwerk Canitz

Verlauf der Interimsleitung DN 800 über den Deich zwischen Rohrbrücke über den Fluss Mulde und dem Wasserwerk Canitz

 

Geradliniger Verlauf der Interimsleitung entlang der Baustraße zum Wasserwerk Canitz

Geradliniger Verlauf der Interimsleitung entlang der Baustraße zum Wasserwerk Canitz

 

In allen Fällen wurden Trinkwasserdruckrohre mit längskraftschlüssiger BLS®-Muffen-Verbindung DN 800 in der Wanddickenklasse K 9 mit Zementmörtelauskleidung (ZM-A) nach EN 545 und einem Zink/Aluminium Überzug mit 400g/m² sowie einer blauen Epoxidharz Deckbeschichtung nach EN 545 und DIN 30 674 eingesetzt. Außerdem wurden unterschiedliche Formstücke aus duktilem Gusseisen in der Nennweite DN 800 verbaut.

Die Anbindung der neu erstellten Leitungen erfolgte jeweils mit längskraftschlüssigen Formstücken und Armaturen an dem Knoten Thallwitz/Canitz sowie auf der Westseite der Rohrbrücke.

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