Rohreinzug mittels Press-Zieh-Verfahren

Press-Zieh-Verfahren

Bei diesem Verfahren wird das alte Rohr mittels Zuggestänge und speziellem Zug- bzw. Presskopf aus dem Erdreich herausgepresst, während im gleichen Vorgang das neue duktile Gussrohr mit BLS®-Steckmuffen-Verbindung und Zementmörtel-Umhüllung trassengleich eingezogen wird.
Hierbei sind mehrere Nennweitenvergrößerungen möglich. Das trassengleiche Press-Zieh-Verfahren zeichnet sich durch hohe Effizienz, Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und daher große Wirtschaftlichkeit aus.

Neben dem Versorgungsgebiet der BWB findet das Press-Zieh-Verfahren auch in weiten Teilen der Schweiz und West-Europas Anwendung. In den letzten Jahren wurden allein in der Schweiz mindestens 20 000 m duktile Gussrohre mit BLS®-Verbindung und Zementmörtel-Umhüllung mit diesem Verfahren eingebaut.

Hilfsrohr-Verfahren

Eine Abwandlung des Press-Zieh-Verfahrens stellt das Hilfsrohrverfahren dar. Hier wird statt einen Press-Ziehkopf einzuziehen, ein Stahl-Hilfsrohr in die Leitungstrasse eingepresst und damit das Altrohr herausgedrückt.

Im nächsten Schritt wird an das Hilfsrohr das neue Gussrohr gekoppelt. Durch Herausziehen des Hilfsrohres wird das neue Gussrohr trassengleich eingezogen. Dieses Verfahren wird vor allem zum Ersatz von Stahlrohren verwendet.
Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) haben seit dem Jahr 2007 über 200.000 m ihres Leitungsnetzes mit diesem Verfahren erneuert. Hauptsächlich werden hierfür duktile Gussrohre mit Zementmörtel-Umhüllung und BLS®-Verbindung eingesetzt.