Rohreinzug mittels Langrohrrelining

Langrohrrelining

In den letzten Jahrzehnten hat der Pro-Kopf-Verbrauch an Trinkwasser und folglich das Aufkommen an Abwasser kontinuierlich abgenommen. Vor diesem Hintergrund hat das Langrohrrelining an Relevanz gewonnen, denn durch die geringeren Wassermengen und abnehmenden Fließgeschwindigkeiten werden nun kleinere Rohrdurchmesser erforderlich.

Diesen Umstand macht sich das Langrohrrelining zu Nutze. Hierbei werden neue duktile Gussrohre in vorhandene, nicht mehr für den Wassertransport geeignete, Rohre eingezogen oder eingeschoben. Gussrohre können dabei auf ihren Muffen schleifend durch einen Stahlblechkonus geschützt oder auf Transportschellen eingezogen oder eingeschoben werden. Für den Einzug wird die BLS®-Verbindung eingesetzt. Auf der Transportschelle können weitere Versorgungsträger montiert werden (Kollektorleitung). Es wird lediglich eine Start- und Zielgrube benötigt. Entsprechend gering sind die Aufwendungen für Tief- und Straßenbau und die Beeinträchtigungen für Verkehr und Anlieger. Der Hohlraum zwischen Alt- und Neurohr kann nach erfolgter Verlegung verdämmt werden.
Falls keine Verdämmung stattfindet, sollten Rohre mit Zementmörtel-Umhüllung (ZMU) zum Einsatz kommen.