Rohreinzug mittels Spuelbohrverfahren

Horizontal-Spülbohr-Verfahren (HDD)

Die gesteuerte Horizontalbohrtechnik hat sich in den vergangenen Jahren im Leitungsbau einen festen Platz erobert. Sie stammt aus den USA und ist dort in den siebziger Jahren aus der Tiefbohrtechnik entwickelt worden. Im Rohrleitungsbau hat sie sich seitdem als grabenlose Einbautechnik etabliert.

Die Bohrtechnik hat eine rasante Entwicklung erfahren. Der Einbau der Rohre erfolgt grabenlos durch den Einsatz eines Bohrsystems. Statt aufwändiger Erdbewegungen wird zunächst eine Pilotbohrung durchgeführt, wobei Hindernisse und Richtungsänderungen keine Rolle spielen, da die Bohrkopfspitze mit einer funkgesteuerten Sonde ausgestattet ist. So kann der Bohrvorlauf exakt verfolgt, kontrolliert und gesteuert werden. Im Anschluss erfolgt der grabenlose Einzug der Rohrleitungen. Ausgehoben werden bei diesem Verfahren lediglich eine Start- und eine Zielgrube.

Duktus hält in Europa den Rekord für ein HDD-Projekt mit duktilen Gussrohren in DN 900. Im Jahr 2007 wurde in Valencia (Spanien) ein Rohrstrang dieser Nennweite mit BLS®-Verbindung und Zementmörtel-Umhüllung über eine Länge von ca. 500 m eingezogen.